Veranstaltungen
1. Sinfoniekonzert
der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach
Die Konzerteinführung findet vorab 18:45 Uhr im großen Saal statt.
Antonín Dvořák (1841–1904)
Violoncellokonzert Nr. 2 h-Moll op. 104
Franz Schmidt (1874–1939)
Sinfonie Nr. 1 E-Dur
Im Leben des Solobratschers des Prager Opernorchesters Antonín Dvořák (1841–1904) bedurfte es neben harter Arbeit auch einiger Zufälle, bis letztlich aus ihm der bis heute bedeutendste böhmische Komponist wurde. Nachdem er seinen Beruf als Orchestermusiker aufgegeben hatte, erhielt er in Wien ein Stipendium für mittellose Künstler. Dieses half ihm, weiter zu komponieren und sich einen Namen zu machen. Das gelang ihm so außerordentlich gut, dass er in die USA gerufen wurde, um dort Geburtshelfer einer amerikanischen Nationalmusik zu werden. Als er 1893 wie hypnotisiert an den Niagara-Fällen stand, soll er den Entschluss gefasst haben, sein Violoncellokonzert Nr. 2 h-Moll op. 104 zu komponieren, obwohl er das Violoncello nur für „ein Stück Holz, das oben kreischt und unten brummt“ hielt.
Der als ‚letzter österreichischer Sinfoniker‘ apostrophierte Komponist Franz Schmidt (1874–1939) ist heute dem breiten Publikum nicht mehr bekannt. Schlagartig machte der in Preßburg (damals Ungarn) geborene und seit 1896 als Cellist im Wiener Hofopernorchester – das heutige Wiener Staatsopernorchester, aus dem sich die Wiener Philharmoniker formieren – tätige Musiker auch als Komponist einen Namen: Am 16. Dezember 1900 wurde ihm von der „Beethoven-Stipendium-Stiftung“ der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien einstimmig der erste Preis für seine Sinfonie Nr. 1 E-Dur zugesprochen. Dennoch dauerte es noch bis Januar 1902, bis das preisgekrönte Werk unter Leitung des Komponisten seine Uraufführung erlebte, die sowohl von der Presse als auch vom Publikum vorwiegend positiv aufgenommen worden ist. Fortan komponierte Schmidt zahlreiche Werke.
Philipp Schupelius ist ein vielfach ausgezeichneter junger Cellist, der sein Publikum als Solist und Kammermusiker bereits auf zahlreichen europäischen Bühnen begeisterte. Classic FM wählte Philipp Schupelius im März 2024 unter die 30 spannendsten Nachwuchsmusiker der Welt. Mit Leidenschaft widmet er sich besonderen Konzertformaten, Themenkonzerten und der Verbindung verschiedener Kunstformen in einem Konzerterlebnis. Ermöglicht durch das Sodalitas-Patronat studiert er derzeit an der Kronberg Academy bei Wolfgang Emanuel Schmidt. Zuvor wurde er von Ulrich Voss unterrichtet, erhielt wichtigen Rat Justin Pearson, Daniel Hope und Anssi Karttunen sowie durch die Teilnahme an der Menuhin String Academy in Gstaad bei Ivan Monighetti im Jahr 2018. In Meisterkursen konnte er u. a. mit Lynn Harrell, Wolfgang Boettcher, Jens Peter Maintz, Daniel Geiss und Frans Helmerson arbeiten. Seit 2020 unterstützt ihn außerdem die Hoelzer v. Borckeschen Musikstiftung. Er war Stipendiat der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein und der Jürgen-Ponto-Stiftung. Bereits 2018 erhielt er ein Stipendium der Kronberg Academy. Seit Oktober 2021 spielt er gemeinsam mit dem Pianisten Ron Huang für Yehudi Menuhin Live Music Now Berlin.
2017 debütierte er mit den Bergischen Symphonikern und Tschaikowskys Rokoko Variationen in einem vom WDR übertragenen Konzert. Seitdem trat er solistisch und als Kammermusiker auf zahlreichen europäischen Bühnen auf. Im Herbst 2023 spielte er das Festkonzert zum 50. Todestag Pablo Casals‘ im Beethovenhaus in Bonn. Mit Daniel Hope (Violine) und Philip Dukes (Viola) spielte er u. a. beim Schleswig-Holstein-Musikfestival. 2024 spielte er dort die Premiere des eigens für ihn und den Percussionisten Leon Lorenz von Fazil Say komponierte Werk „For the children“.
Bereits mit 17 Jahren wurde Philipp Schupelius mit dem „Discovery Award“ der International Classical Music Awards (ICMA) ausgezeichnet. Im Oktober 2022 erhielt er den Boris Pergamenschikow Grant und im gleichen Monat den Fanny-Mendelssohn-Förderpreis. Außerdem wurde er Ende 2021 mit dem First Great Award des Manhattan Music Competition und 2022 mit der Silbermedaille des Eurovision Young Musicians Contest ausgezeichnet. Er ist mehrfacher erster Bundespreisträger von Jugend musiziert.
Im August 2023 gewann er den Deutschen Musikwettbewerb in Bonn. Für die damit verbundene CD-Produktion nahm er mit dem Ensemble „Metamorphosen“ Werke von Vivaldi und mit der Pianistin Yukino Kaihara Kompositionen von Rachmaninoff auf. Das Album entstand in Kooperation mit dem Deutschen Musikwettbewerb und Deutschlandfunk und erschien im Januar 2025 bei Genuin Classics.
Schon im September 2023 erschien seine im Beethoven Haus Bonn aufgenommene Debut-CD: „Pau! A Tribute to Casals“. Anlässlich dessen 50. Todestages erkundet er darauf musikalisch die Gedankenwelt des Jahrhundertcellisten und Friedensaktivisten Pablo Casals.
Tickets gibt es in der Vogtlandhalle Greiz (tickets@vogtlandhalle.de | 03661 62880) oder in der Tourist-Information Greiz (tourismus@greiz.de | 03661 703-293).
Paginierung
Dieser Veranstaltungsplan wird mit freundlicher Unterstützung des Vogtlandkreises aus der Zentralen Veranstaltungsdatenbank freizeitkalender.eu erzeugt. Vielen Dank!