Veranstaltungen
3. Sinfoniekonzert
der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach
Die Konzerteinführung findet vorab 18:45 Uhr im großen Saal statt.
Peter Iljitsch Tschaikowsky (1840–1893)
Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23
Bill Whelan (* 1950)
Riverdance. Eine sinfonische Suite
Peter Iljitsch Tschaikowsky (1840–1893) komponierte sein Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23 in wenigen Wochen im November und Dezember 1874. Er widmete es seinem großen Idol, dem Pianisten und Dirigenten Nikolai Rubinstein (1835–1881). Als er ihm das Werk allerdings vorspielte, kritisierte Rubinstein es scharf und hielt es gar für unspielbar; er forderte massive Änderungen, ohne die er es nicht spielen würde. Doch Tschaikowsky blieb standhaft und glaubte an sein Werk. Tief verletzt schrieb er an Rubinstein: „Nicht eine Note werde ich ändern“, und tilgte die Widmung an sein einstiges Vorbild aus der Partitur. Es war der in Dresden geborene Hans von Bülow (1830–1894), der 1875 die Uraufführung in Boston (USA) spielte. Tschaikowsky wurde ein wenig mit Rubinstein versöhnt, als dieser bald eine Aufführung als Dirigent leitete, bevor er es, obwohl er es 1874 noch vehement ablehnte, 1878 auch als Pianist selbst spielte. Im selben Jahr war es wieder Rubinstein, der dem Werk auf der Pariser Weltausstellung zu seinem internationalen Durchbruch verhalf.
Als der irisch-stämmige amerikanische Tänzer Michael Flatley (* 1958) und der irische Komponist Bill Whelan (* 1950) unter dem Titel Riverdance eine kurze Pausenmusik mit irischem Stepptanz für den Eurovision Song Contest 1994 in Dublin beisteuerten, konnten sie nicht ahnen, dass sie damit eine weltweit erfolgreiche Show begründen würden. Bald darauf entstand Riverdance – The Show und als Fortführung die Show Lord of the Dance. Mit Riverdance. Eine sinfonische Suite erobert diese rasante und mitreißende keltische Musik nun erstmals im großen sinfonischen Gewand auch das Vogtland.
Jonas Aumiller hat sich mit einem Spiel, das durch große Klangkultur, lyrische Tiefe und feinste Nuancierungen besticht einen bemerkenswerten künstlerischen Ruf erworben. Als „musikalischer Poet“ (Carl Bechstein Stiftung) und für seine „patrizische Musikalität und Kultiviertheit“ (Gramophone) gewürdigt, gestaltet er Programme, in denen sich interpretatorische Sensibilität und kreative Eigenständigkeit begegnen – oft bereichert durch eigene Transkriptionen von Orgel- und Orchesterwerken.
Aumiller ist Gewinner des 3. Internationalen Brahms-Wettbewerbs in Detmold und Silbermedaillengewinner des 12. Internationalen Klavierwettbewerbs in Hamamatsu, Japan. Weitere Auszeichnungen umfassen den zweiten Preis und drei Sonderpreise beim 27. Internationalen Klavierwettbewerb Rina Sala Gallo in Monza sowie die Silbermedaille und den Publikumspreis beim 8. Internationalen Musikwettbewerb Sendai.
Im Jahr 2025 erhielt er beim 17. Van Cliburn International Piano Competition in Fort Worth, Texas, den Raymond E. Buck Jury Discretionary Award und war der einzige deutsche Pianist, der zum XIX. Internationalen Chopin-Wettbewerb in Warschau zugelassen wurde.
Seine Wettbewerbserfolge öffneten ihm den Weg zu zahlreichen Auftritten in Europa, Japan und den Vereinigten Staaten. Dort konzertierte er unter anderem mit der Nordwestdeutschen Philharmonie, dem Orchestra Sinfonica di Milano, dem Sendai Philharmonic Orchestra, dem Tokyo Symphony Orchestra und dem Fort Worth Symphony Orchestra.
In der kommenden Saison gibt Aumiller sein Debüt beim Miami International Piano Festival, tritt in der Kammermusikreihe des Orchestra Sinfonica di Milano auf, geht auf Japan-Tournee und spielt Tschaikowskys Erstes Klavierkonzert mit der Vogtland Philharmonie.
Zu seinen bisherigen Höhepunkten zählen Recitals in der Reihe Winners & Masters in München, beim Bologna Festival sowie ein Auftritt im Schloss Bellevue auf Einladung des ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck. Als Teilnehmer der Verbier Festival Academy wurde er mit dem Tabor Foundation Piano Award ausgezeichnet. Ein weiteres bedeutendes Ereignis war sein Recital zum 250-jährigen Jubiläum der Bagno-Konzertgalerie, des ältesten freistehenden Konzertsaals Europas.
Geboren in München, erhielt Aumiller im Alter von sieben Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Sein Bachelor-Studium am Conservatorio F. A. Bonporti in Trento schloss er unter der Leitung von Massimiliano Mainolfi summa cum laude ab. Seit 2018 arbeitet er mit Sergei Babayan – zunächst an der Juilliard School in New York und später am Cleveland Institute of Music (CIM), wo er seinen Master of Music sowie 2024 sein Artist Diploma erhielt, ausgezeichnet mit dem Hope and Stanley Adelstein Prize for Excellence in Composition and Performance.
Während seines Studiums wurde er großzügig unterstützt von der Jürgen-Ponto-Stiftung, der Deutschen Stiftung Musikleben und der Schweizer Pierino Ambrosoli Foundation.
Paginierung
Dieser Veranstaltungsplan wird mit freundlicher Unterstützung des Vogtlandkreises aus der Zentralen Veranstaltungsdatenbank freizeitkalender.eu erzeugt. Vielen Dank!